Cremig, käsig und deeeehnbar
↓ Zum Rezept Veganen Mozzarella selber machen – mit Cashewmus blitzschnell oder mit günstigem Cashewbruch aus dem Mixer. Einfacher + schneller als man denkt gemacht. 💚

Mein unkomplizierter Käseplan
Manchmal fehlt einem zu Pizza, Flatbread oder Lasagne nicht die große kulinarische Idee, sondern einfach nur etwas, das oben cremig wird und ein bisschen Fäden zieht. Dafür wollte ich nicht erst lang Cashews einweichen und einen Hochleistungsmixer hat auch nicht jeder (und ist mir manchmal auch einfach zu laut).
Mit Cashewmus ist die Masse in wenigen Minuten angerührt. Mit eingeweichtem, günstigem Cashewbruch funktioniert sie genauso gut. Beim Erhitzen wird aus der dünnen Mischung plötzlich ein glänzender, dehnbarer Mozzarella (auf Wunsch sogar schnittfest mit Agar-Agar).
“ Erst flüssig, dann plötzlich Käse. “
🥬 YUM
Mild, würzig und wunderbar cremig: Die Hefeflocken geben dem Mozzarella einen käsigen Geschmack. Tapiokastärke sorgt für die weiche Dehnbarkeit, Cashews für Schmelz und ein angenehmes Mundgefühl. Warm lässt sich die Masse herrlich auf Pizza, Flatbread, Lasagne oder Toast verteilen. 😋
💚 FLOW
Cashewmus bringt ungesättigte Fette und Kupfer mit, die Hefeflocken steuern zusätzlich pflanzliches Eiweiß bei. Und dann ist da noch der praktische Wohlfühlfaktor: Mit Cashewmus sparst du Einweichen und Mixen, mit Cashewbruch Geld. Du entscheidest einfach, was dich heute mehr entlastet.
YumFlow–Optionen
↗ Protein–Upgrade
proteinreicher für Sättigung + Fokus:
Ersetze 100 ml Wasser durch 120 g Seidentofu und püriere die Zutaten vollständig glatt. Die Masse wird etwas cremiger, weniger stark dehnbar und liefert mehr pflanzliches Eiweiß. Wirklich proteinreich wird es, wenn du den Mozzarella auf Tofu-Flatbread, Linsenlasagne oder einem Auflauf mit Bohnen und Gemüse verwendest.
↘ Low-Carb–Option
kohlenhydratbewusst für sanfte Energie:
Die Tapiokastärke würde ich hier nicht reduzieren: Sie macht den Mozzarella dehnbar (und ein paar eingesparte Kohlenhydrate sind die schlechtere Textur nicht wert). Nutze den veganen Mozzarella lieber gezielt als cremiges Topping auf einer kohlenhydratarmen Basis – z.B. auf Zucchini-Pizza, gefüllten Pilzen, einem Gemüseauflauf oder Low-Carb-Flatbread.
⚖ für Gewichts-Balance
Volumen, das satt macht:
Lass das Rezept genauso lecker, aber verteile den Mozzarella in kleinen Klecksen zwischen Tomaten, Zucchini, Pilzen oder anderem Gemüse. So landet in fast jedem Bissen etwas Cremiges, ohne dass die gesamte Oberfläche bedeckt sein muss. Der Rest des Mozzarella wartet schon auf das nächste Sandwich. 😉
So baue ich auch ganz normale Gerichte in meinen Alltag ein + bleibe in Balance →
Rezept • Veganen Mozzarella selber machen

Nährwerte pro Portion
Nährwerte nach EU-Daten berechnet (Netto-KH).Natürliche Abweichungen möglich.
Zutaten
- 50 g helles Cashewmus - alternativ: 50 g Cashewbruch oder Cashewkerne + zusätzlich heißes Wasser zum Einweichen
- 230 ml kaltes Wasser
- 30 g Tapiokastärke
- 4 EL Hefeflocken - ca. 20 g
- 1 EL Apfelessig
- ½ TL Salz
- ½ TL Knoblauchpulver - optional
Anleitung
- Cashews vorbereiten: Verwendest du Cashewmus, kannst du direkt mit dem nächsten Schritt beginnen. Cashewbruch oder ganze Cashews mit reichlich heißem Wasser übergießen und 30 Minuten einweichen. Alternativ 10 Minuten sanft kochen. Anschließend gründlich abgießen.
- Basis zubereiten: Bei Cashewmus alle Zutaten direkt in einen kleinen Topf geben und mit einem Schneebesen vollständig glatt rühren. Bei Cashewbruch die abgetropften Cashews mit Wasser, Hefeflocken, Apfelessig, Salz und optional Knoblauchpulver sehr fein pürieren. Tapiokastärke zugeben, noch einmal kurz mixen und die Mischung in einen kleinen Topf gießen.
- Masse Check: Die ungekochte Mischung soll dünnflüssig und vollständig glatt sein. Bei der Cashewbruch-Version dürfen keine sichtbaren Stückchen mehr vorhanden sein. Bei Bedarf noch einmal gründlich mixen.
- Langsam erhitzen: Die Mischung bei mittlerer Hitze erwärmen. Dabei mit einem festen Schneebesen oder Silikonspatel ständig über den Topfboden und entlang des Randes rühren.
- Elastisch kochen: Sobald dicke Schlieren und einzelne Klumpen entstehen, die Hitze etwas reduzieren und konsequent weiterrühren. Nach weiteren 2–3 Minuten verbindet sich die Masse zu einem glatten, glänzenden und deutlich dehnbaren Mozzarella.
- Endpunkt prüfen: Der Mozzarella ist fertig, wenn er langsam in einem dicken Band vom Spatel fällt und beim Hochziehen weiche Fäden bildet. Er muss sich nicht vollständig vom Topfboden lösen.
- Warm verwenden: Den noch warmen Mozzarella mit zwei angefeuchteten Löffeln auf Pizza, Flatbread, Lasagne, Aufläufen oder Sandwiches verteilen. Kleine Kleckse erhitzen sich gleichmäßiger als eine sehr dicke, geschlossene Schicht.Für goldene Stellen den Mozzarella zum Schluss hauchdünn mit neutralem Öl bestreichen und 1–3 Minuten unter dem Backofengrill bräunen. Dabei unbedingt beobachten.
- Kalt stellen: Reste in eine verschließbare Schale füllen und abkühlen lassen. Die Basisversion wird im Kühlschrank kompakter und löffelbar, aber ohne Agar-Agar nicht sauber schnittfest.
Varianten
- Schnittfester Mozzarella mit Agar-Agar: Verwende zusätzlich 4 g reines Agar-Agar-Pulver. Verrühre das Agar-Agar zunächst mit 80 ml des Wassers in einem kleinen Topf, koche es unter Rühren auf und lasse es etwa 2 Minuten sanft kochen. Die übrigen Zutaten mit den restlichen 150 ml Wasser glatt rühren oder mixen, zur Agar-Mischung geben und weitere 3–5 Minuten unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Masse dick und glatt ist. In eine dünn geölte Form füllen und mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, kühlen.
- Extra käsige Version: Für einen noch kräftigeren Geschmack gib 5 g zusätzliche Hefeflocken oder 1 TL helle Misopaste zur Mischung. Bei Misopaste das Salz zunächst auf 2 g reduzieren und die warme Masse abschmecken. Diese Variante passt besonders gut zu Pizza, Lasagne und herzhaften Aufläufen.
- Kräuter-Knoblauch-Mozzarella: Gib ½ TL Knoblauchpulver, ½ TL Oregano und ½ TL getrocknetes Basilikum zur kalten Mischung. Anschließend wie im Grundrezept kochen. Die würzigere Version passt besonders gut auf Pizza, zu gefüllten Broten oder als cremige Schicht in einem mediterranen Auflauf.
- Pesto-Mozzarella: Rühre nach dem Kochen 1–2 TL grünes oder rotes Pesto nur grob unter die fertige Masse. Durch das kurze Unterheben bleiben einzelne Pesto-Schlieren sichtbar. Besonders schön wirkt diese Variante auf Flatbread, Pizza Bianca oder kleinen überbackenen Brotscheiben.
- Rauchige Version: Ersetze einen Teil des Salzes durch Rauchsalz oder gib zwei bis drei Tropfen Flüssigrauch zur kalten Mischung. Sehr vorsichtig dosieren, damit der käsige Grundgeschmack erhalten bleibt. Die Variante passt zu warmen Sandwiches, Burgern, Pilzgerichten und herzhaften Toasts.
- Mini-Mozzarella für Tomatensalat: Bereite die schnittfeste Agar-Version zu und fülle sie in kleine Silikon- oder Eiswürfelformen. Mindestens vier Stunden kühlen und anschließend vorsichtig herauslösen. Die kleinen Stücke eignen sich für Tomatensalat, Antipasti, Spieße oder eine pflanzliche Brunchplatte.
- 6 Portionen à etwa 55 g
- Ergibt ungefähr 330 g und reicht je nach gewünschter Menge für etwa zwei mittelgroße Pizzen.
Von mir entwickelt, getestet und garantiert aufgegessen: leckere pflanzliche Rezepte für den Alltag – mit Protein- + Wohlfühl-Upgrades. Mehr über mich →
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Hintergründe + Infos
Veganen Mozzarella selber machen
Darum wird daraus wirklich veganer Mozzarella
Zunächst sieht die Mischung ehrlich gesagt nicht besonders vielversprechend aus 😉. Sie ist dünn, beige und erinnert eher an eine Sauce, die noch nicht weiß, was sie werden möchte. Erst beim Erhitzen zeigt die Tapiokastärke, warum sie in diesem Rezept so wichtig ist: Die Masse wird plötzlich dick, glänzend und elastisch. Cashews sorgen dabei für die cremige Grundlage, Hefeflocken für den käsigen Geschmack und Apfelessig für die feine Säure. Keine Zutat kann alles allein – zusammen funktioniert es erstaunlich gut.
Wie Mozzarella zu seinem Namen kam
Mozzarella ist kein beliebiger Name für weißen Käse. Er hängt mit dem italienischen Wort „mozzare“, also abtrennen oder abschneiden, zusammen: Bei der traditionellen Herstellung wird der erhitzte Käsebruch geknetet, lang gezogen und anschließend in einzelne Stücke abgetrennt. Daher gehört Mozzarella zur Familie der Pasta-filata-Käse, den gezogenen Käsen. Erste schriftliche Hinweise stammen bereits aus dem 12. Jahrhundert. Mönche des Klosters San Lorenzo in Capua sollen Pilgern einen Käse namens „mozza“ zusammen mit Brot angeboten haben. Dehnbarkeit gehörte also schon immer zur Mozzarella-Idee – wir erreichen sie hier nur mit Tapioka statt mit Käsebruch. Besser für die Tiere.
Cashewmus oder Cashewbruch?
Mit Cashewmus geht es am schnellsten. Du gibst alles in den Topf, rührst es glatt und kannst direkt loslegen. Ein Hochleistungsmixer ist nicht nötig, und anschließend wartet auch kein großer Mixbehälter in der Spüle. Cashewbruch ist dafür häufig günstiger als ganze Cashewkerne oder fertiges Mus. Da er ohnehin eingeweicht und komplett püriert wird, ist es völlig egal, ob die Kerne vorher hübsch und ganz waren. Für mich sind deshalb beide Möglichkeiten sinnvoll – je nachdem, ob heute Zeit oder Preis wichtiger ist.
Wann Agar-Agar hier helfen kann
Agar-Agar ist nicht dafür da, den warmen Mozzarella noch dehnbarer zu machen. Es wird erst interessant, wenn du eine feste Form möchtest, die du nach dem Kühlen in Scheiben oder Würfel schneiden kannst. Beim Abkühlen bildet Agar ein Gel und hält die Masse zusammen. Die Tapiokastärke bleibt trotzdem im Rezept, weil sie für die angenehmere, weichere Konsistenz sorgt. Die feste Version wird nicht wie ein harter Reibekäse, sondern eher wie ein weicher Mozzarella für Tomaten, Brot, Spieße oder eine kleine Antipasti-Platte.
Damit aus Klumpen doch noch Käse wird
Beim Kochen gibt es eine kurze Phase, in der die Masse ziemlich sonderbar aussieht. Einige Stellen sind bereits dick, andere noch flüssig, und man ist versucht, schnell Wasser nachzugießen. Bitte noch nicht. Genau jetzt kräftig und gleichmäßig weiterrühren. Nach kurzer Zeit verbinden sich die einzelnen Bereiche zu einer glatten, glänzenden Masse. Fertig ist sie, wenn sie schwer vom Spatel fällt und dabei weiche Fäden zieht. Wird sie zu fest, kannst du immer noch wenig heißes Wasser einarbeiten.
Wo dieser vegane Mozzarella am besten ist
Die normale Version ist für warme Gerichte gemacht. Sie kommt in kleinen Klecksen auf Pizza und Flatbread, zwischen Lasagneschichten oder auf einen Auflauf. Weil sie bereits im Topf weich und dehnbar wird, muss der Backofen nicht erst einen festen Käseblock zum Schmelzen überreden. Die gekühlte Masse bleibt löffelbar und lässt sich gut vorbereiten. Für Tomate-Mozzarella, kleine Würfel oder saubere Scheiben nimmst du dagegen die Agar-Version. So bekommst du mit einem Grundrezept zwei wirklich unterschiedliche Möglichkeiten.
„ Kühl oder warm – immer anders lecker ! “

Tipps + Tricks
für “veganen Mozzarella selber machen”
✔ Cashews wirklich weich machen
- Cashewbruch mindestens 30 Minuten mit sehr heißem Wasser übergießen. Mit einem normalen Mixer darf er auch länger einweichen oder etwa 10 Minuten sanft kochen – sonst bleiben kleine, etwas krümelige Stücke zurück (Aber man darf es sich auch einfach machen und einfach fertiges Cashewmus nehmen 😉).
✔ Tapioka kalt einrühren
- Die Stärke möchte zuerst kaltes Wasser sehen. Gibst du sie in eine schon warme Flüssigkeit, entstehen schnell kleine feste Klümpchen, die sich hartnäckig gegen deinen Schneebesen wehren.
✔ Nicht zu früh “retten“
- Sobald die Masse andickt, sieht sie kurz ungleichmäßig und etwas misslungen aus. Einfach weiterrühren. Meist fehlt kein Wasser, sondern nur noch eine Minute Geduld.
✔ Glutenfrei genießen
- Cashews, Tapiokastärke und Agar-Agar sind von Natur aus glutenfrei. Bei Hefeflocken, Misopaste, Gewürzmischungen oder Pesto lohnt sich trotzdem ein Blick auf die Verpackung.
✔ Meal Prep
- Die weiche Version kannst du ein bis zwei Tage vorher kochen. Im Kühlschrank wird sie fester und lässt sich anschließend mit zwei feuchten Teelöffeln besonders sauber verteilen.
✔ Aufbewahrung + Einfrieren
- Luftdicht verschlossen hält der cremige Mozzarella etwa 4 Tage, die Agar-Version etwa 5 Tage im Kühlschrank.
- Einfrieren ist für ungefähr 1 Monat möglich; die weiche Masse nach dem Auftauen kurz erwärmen und wieder glattrühren.
▶ Liebst du Leckeres mit pflanzlichem Käse?
- Dann probier doch mal meine schnelle → vegane Käsesauce 😋
- oder stöbere durch meinen Beitrag → Käse vegan ersetzen mit Tipps + Ideen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
❔ Schmeckt der Mozzarella stark nach Cashews?
Mit naturbelassenem Cashewmus oder eingeweichtem Cashewbruch bleibt der Nussgeschmack ziemlich mild. Hefeflocken, Salz und Essig treten deutlich stärker hervor. Geröstete Cashews würde ich dagegen nicht verwenden – sie schmecken nussiger und färben die Masse dunkler.
❔ Brauche ich einen Hochleistungsmixer?
Nicht unbedingt. Weiche den Bruch dann etwas länger ein oder koche ihn etwa 10 Minuten weich. Mixe die Masse anschließend gründlich und in mehreren Durchgängen. Mit Cashewmus brauchst du gar keinen Mixer, weshalb diese Variante im Alltag besonders schnell ist.
❔ Kann ich die ungekochte Masse direkt auf Pizza geben?
Gute Frage! Ich würde sie kurz vorkochen. Ungekocht ist die Mischung sehr dünn und kann in den Teig oder zwischen den Belag laufen. Nach dem Kochen lässt sie sich gezielt in kleinen Klecksen verteilen und hat bereits die gewünschte cremig-dehnbare Konsistenz.
❔ Warum wird mein Mozzarella nicht dehnbar?
Meist wurde die Masse noch nicht lange oder heiß genug gekocht. Tapiokastärke braucht ausreichend Hitze, bevor sie elastisch wird. Prüfe außerdem, ob du reine Tapiokastärke verwendet hast. Maniokmehl aus der ganzen Wurzel verhält sich anders und liefert nicht dasselbe Ergebnis.
❔ Kann ich die feste Agar-Version reiben?
Nur bedingt. Gut gekühlt lässt sie sich schneiden und würfeln, bleibt aber weicher und feuchter als klassischer Reibekäse. Für grobe Raspel kannst du sie kurz anfrieren. Für Pizza ist die cremige Grundversion trotzdem praktischer und dehnbarer.
❔ Wird die Agar-Version beim Erwärmen wieder weich?
Sie wird beim Erwärmen weicher, verhält sich aber fester als die normale Version. Agar-Agar hält die Masse stärker zusammen und reduziert dadurch etwas die cremige Dehnbarkeit. Für Pizza würde ich deshalb die Basisversion nehmen, für Tomaten, Brot oder Spieße die schnittfeste Variante.
“ Lust auf mehr Wohlfühlgerichte? “
Wenn dir dieses vegane Mozzarella-Rezept gefällt, warten bei YumFlow noch mehr einfache pflanzliche Rezepte auf dich, die guttun + im Alltag wirklich machbar sind. Megalecker schmeckt dieser Mozzarella in meinem Flatbread. Und auch, wenn du sonst eher vegetarisch kochst oder für Flexitarier mitdenkst, findest du hier viele Ideen, die unkompliziert, alltagstauglich und richtig lecker sind.💚
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