Milchersatz vegan


Wenn in einem Rezept einfach nur „Milch“ steht, ist das plötzlich gar nicht so eindeutig. Hier findest du die besten Optionen für Milchersatz vegan: alltagstauglich, gelingsicher und ohne Spezialprodukte. Plus: welche Variante wofür passt + wie du Pflanzendrinks einfach selbst machst. 💚

Welcher Milchersatz wird wo verwendet?

Milch steckt überall: im Kaffee, im Kartoffelpüree, im Kuchen, in Pfannkuchen, in Soßen. Die gute Nachricht: Du musst auf nichts verzichten – du musst nur wissen, welche Milchalternative welche Aufgabe im Rezept übernimmt. Dann wird’s nicht „irgendwie ok“, sondern richtig lecker.

Was Milch im Rezept eigentlich macht

Stell dir kurz diese Frage: Wofür ist die Milch im Rezept da? Danach wählst du den besten Milchersatz.

  • Cremigkeit + Rundung (Soßen, Suppen, Aufläufe): Milch macht weich + verbindet Aromen. Das klappt pflanzlich super – oft sogar cremiger.
  • Flüssigkeit + Struktur (Teige, Pancakes, Waffeln): Hier geht’s um die richtige Teigkonsistenz + Bräunung.
  • Schaum + „Kaffee-Feeling“ (Cappuccino, Latte): Dafür sind Barista-Varianten oder proteinreichere Drinks oft im Vorteil.
  • Neutralität (wenn du keinen Eigengeschmack willst): Manche Drinks sind bewusst nussig/süßlich – andere sehr mild.

Milch ist ja nur der Anfang. Wenn du auch wissen willst, wie du Quark oder Sahne ersetzt, schau in meinen großen Guide Vegane Alternativen für Milchprodukte.

Milch vegan ersetzen ist leicht + schmeckt fantastisch.


Milch ersetzen:
Meine TOP 9 für Kaffee + Kochen + Backen

1. Haferdrink

cremig + leicht süßlich

Vorteile: super im Kaffee (oft auch als Barista), perfekt für Porridge + Backen

Perfekt für:

  • Kaffee, Kakao, Müsli, Pfannkuchen, Kuchen

2. Sojadrink

der proteinreichere Klassiker

Vorteile: oft am nähesten an „Milch-Feeling“, gut zum Aufschäumen, vielseitig beim Kochen + Backen. Außerdem verfügt er über eine natürliche Emulgierfähigkeit (wie z.B. Eigelb)

Perfekt für:

  • Kaffee-Schaum, herzhafte Soßen, Pudding, Backen, Emulgieren (z.B. für vegane Mayo)

3. Mandeldrink

nussig + fein

Vorteile: lecker in Süßspeisen, Müsli, Smoothies – nicht immer ideal für herzhafte Soßen

Perfekt für:

  • Müsli, Overnight Oats, Kuchen, Desserts

4. Reisdrink

mild + oft leicht süß

Vorteile: sehr neutral, häufig gut verträglich; (Nachteil: meist proteinarm)

Perfekt für:

  • Backen, Grießbrei, Milchreis, wenn du es sehr mild magst

5. Erbsendrink

spannend: Protein + oft relativ nachhaltig

Vorteile: kann beim Protein mithalten, oft neutral; nicht überall verfügbar

Perfekt für:

  • Alltag, wenn du „mehr Protein“ willst.

6. Kokosdrink
(als Drink, nicht Kokosmilch aus der Dose)

exotisch + leicht süß

Vorteile: toll für Süßes; (Achtung: Geschmack kommt durch)

Perfekt für:

  • Smoothies, Desserts, Sommer-Drinks

7. Haselnussdrink / Cashewdrink

nussig + „Dessert-Vibes“

Vorteile: mega im Kakao + Kaffee; Cashew ist oft besonders cremig

Perfekt für:

  • Kakao, Kaffee, Nachtisch, Shakes

8. Hanfdrink

nussig + interessant

Vorteile: geschmacklich speziell, kann Abwechslung bringen

Perfekt für:

  • Smoothies, Müsli, wenn du etwas „anderes“ willst

9. Mischdrinks (z. B. Hafer+Soja, Reis+Soja)

oft ein guter Kompromiss

Vorteile: rund im Geschmack + funktional; ideal, wenn du „einen für alles“ suchst

Perfekt für:

  • Einstieg + “Allround”-Küche

Welcher vegane Milch Ersatz wofür?


DIY: Pflanzendrinks selber machen (einfach + alltagstauglich)

Wichtig vorab: DIY ist günstig + schnell, aber nicht immer barista-tauglich (Schaum + Stabilität kommen bei gekauften Drinks oft durch Verarbeitung). Wenn du DIY liebst: go for it – wenn nicht: gekauft ist absolut okay.

DIY 1: Haferdrink (2 Minuten)

Du brauchst: 80 g Haferflocken + 1 Liter kaltes Wasser + 1 Prise Salz

  • Alles 20–30 Sekunden mixen (nicht länger, sonst wird’s schleimig).
    (z.B. im Thermomix®: 20–30 Sek / Stufe 10).
  • Durch Nussmilchbeutel/sauberes Tuch filtern.
  • Im Kühlschrank 2–3 Tage lagern, vor Gebrauch schütteln.

Tipp:

Für weniger „schleimig“: sehr kaltes Wasser + kurz mixen.


DIY 2: Cashewdrink (extra cremig, ohne Abseihen möglich)

Du brauchst: 100 g Cashews + 1 Liter Wasser + Prise Salz

  • Cashews 2–4 Stunden einweichen (oder 10 Min in heißem Wasser.
  • Mit Wasser sehr fein mixen (z.B. im Thermomix®: 1 Min / Stufe 10).
  • Abschmecken – fertig.

Tipp:

super Basis für cremige Soßen.


DIY 3: Mandeldrink (klassisch)

Du brauchst: 100 g Mandeln + 1 Liter Wasser + Prise Salz

  • Mandeln über Nacht einweichen, dann abgießen + abspülen.
  • Mandeln mit 1 Liter Wasser + Salz in den Mixer geben.
  • Mixen (z.B. im Thermomix®: 1 Min / Stufe 10) + durch Tuch abseihen.
  • Im Kühlschrank 2–3 Tage lagern, vor Gebrauch schütteln.

Tipp:

Resteverwertung: Trester in Porridge, Muffins oder Energyballs geben.


(Soja-Drink DIY ist möglich, aber aufwendiger – und viele starten entspannter mit gekauftem Sojadrink.)


Nährstoffe + Alltag (ohne Stress)

Wenn du Milchprodukte langfristig stark reduzierst, lohnt ein kurzer Blick auf Nährstoffe: Calcium, Jod, Vitamin B2 + Vitamin B12 sind typische Themen. Verbraucherzentralen empfehlen u. a. angereicherte Pflanzendrinks (wenn du darüber Nährstoffe abdecken willst).
Und bei veganer Ernährung gilt: Vitamin B12 muss zuverlässig supplementiert werden (unabhängig von Pflanzendrinks).


Wenn du „mehr Protein“ willst: Soja + Erbse

Wenn du deinen Pflanzendrink nicht nur als Milch-Ersatz, sondern auch als kleinen Protein-Baustein im Alltag nutzen willst, sind Sojadrink und Erbsendrink oft die sinnvollsten Optionen. Sie sind in der Regel proteinreicher als Hafer- oder Reisdrink und fühlen sich dadurch für viele auch „milchiger“ an.
Praktisch: Das kann im Kaffee (Mundgefühl) und beim Kochen (Cremigkeit) gut passen.
Schau beim Kauf einfach kurz auf das Etikett: Protein pro 100 ml ist die schnellste Orientierung. Wenn du es sehr mild magst, sind Mischdrinks (z. B. Hafer+Soja) oft ein guter Kompromiss.


Gesüßt vs. ungesüßt

Für herzhafte Gerichte (Soßen, Aufläufe, Kartoffelpüree) nimm am besten ungesüßte Drinks – sonst schmeckt’s schnell „komisch süß“. Für Müsli, Porridge + Desserts kannst du auch zur gesüßten Variante greifen. Im Kaffee funktionieren häufig Barista-Drinks am stabilsten.


Pflanzendrinks + Umwelt (CO₂ kurz erklärt)

Im Vergleich zu Kuhmilch haben Pflanzendrinks im Schnitt deutlich geringere Umweltwirkungen (u. a. weniger Treibhausgase + weniger Flächenbedarf). Die genaue Bilanz hängt von der Sorte ab – insgesamt schneiden pflanzliche Alternativen aber klar besser ab.


Lass es dir schmecken + 💚 teile:

Tipps + Tricks für den perfekten Milch Ersatz vegan

✔ Ungesüßt für Herzhaftes

  • Für Soßen + Kochen ist „ungesüßt“ fast immer die sicherste Wahl.

✔ Wenn Café ausflockt

  • Probier Barista-Versionen, erwärme den Drink kurz separat oder nimm Hafer- o. Mandeldrink.

✔ Lieblingsdrink finden = testen

  • Geschmack unterscheidet sich stark – auch innerhalb derselben Sorte.

✔ DIY zügig verbrauchen

  • Selbstgemacht hält kürzer; immer gut kühlen + sauber arbeiten.

▶ Alternativen für die meisten Milchprodukte findest du hier in der Übersicht:


Häufig gestellte Fragen (FAQ):

❔ Was ist der beste Milchersatz für Kaffee?

Viele mögen Hafer Barista oder Soja, weil beides oft gut schäumt und rund schmeckt.

❔ Warum heißt es „Drink“ statt „Milch“?

Weil „Milch“ als Bezeichnung rechtlich geschützt ist; pflanzliche Produkte werden deshalb anders benannt (über den Sinn kann man sich natürlich streiten…). Im Alltag sagen viele trotzdem „Hafermilch“ oder “vegane Milch” – für dich zählt aber vor allem: Funktion + Geschmack.

❔ Ist Pflanzendrink automatisch gesünder?

Nicht automatisch. Schau auf Zucker, Anreicherung und deine Gesamternährung.

❔Kann ich Milch im Rezept immer 1:1 ersetzen?

In sehr vielen Fällen: ja. Bei „Schaum-Rezepten“ (Latte Art) oder sehr empfindlichen Soßen hilft die passende Sortenwahl.

❔Was ist die beste Reihenfolge für den Einstieg?

Erst das, was du täglich nutzt: Kaffee-Drink + Frühstück. Dann Backen/Kochen.

Leg los! 💚 Deine Dany


Meine liebsten veganen Rezepte 😋:


Viel Freude beim Entdecken der veganen Rezeptewelt!
💚 Deine Dany

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